Skip to main content

Bilder werden geladen...

Case Study: Wie der Fliegerclub Linz mit Social Media Betreuung 1,9 Millionen Menschen erreichte

Mit durchdachter Social-Media-Betreuung fast 2 Millionen Reichweite

Auch mit begrenzten Ressourcen lässt sich im organischen Social-Media-Marketing Großes erreichen. Diese Fallstudie beschreibt, wie ein lokaler Verein mithilfe einer durchdachten Betreuung und gezielter Content-Produktion eine enorme Sichtbarkeit erzielte – und das ganz ohne Werbebudget. Wir zeigen auf, welche Formate besonders wirkungsvoll waren, warum bewegte Inhalte den Durchbruch brachten und wie authentische Vereinsgeschichten ein breites Publikum begeistern konnten.

 

Ausgangslage

Zu Projektbeginn war die Präsenz des Vereins auf Instagram und Facebook überschaubar: Rund 400 Follower auf Instagram und etwa 1.000 auf Facebook. Die Beiträge zeigten vorwiegend einfache Fotos vom Flugplatz, Starts und Veranstaltungen – zwar echt, aber ohne strategische Ausrichtung. Reaktionen und Interaktionen beschränkten sich meist auf den bestehenden Freundes- und Mitgliederkreis, neue Zielgruppen wurden kaum erreicht.

Dabei bot der Vereinsalltag zahlreiche emotionale und spannende Geschichten: Flugschüler, die ihr erstes Solo meistern, engagierte Ausbilder, die ihre Zeit investierten, und all jene Momente, die Leidenschaft und Gemeinschaft ausmachen. Was fehlte, war ein strukturiertes Konzept, um diese Erlebnisse für ein größeres Publikum sichtbar zu machen.

Ziele

Deutliche Steigerung der Reichweite

Mehr als vierfaches Wachstum bei den Followerzahlen

Sichtbarkeit als attraktiver Ort für Fluginteressierte und potenzielle Neumitglieder

Strategische Neuausrichtung

Der Schlüsselmoment war die Umstellung von einfachen Bildern auf bewegte Inhalte. Dynamische Kurzvideos, sogenannte „Reels“, wurden zum Kern der Betreuung. Sie zeigten Starts im Morgenlicht, den Blick über die Landschaft aus dem Cockpit und andere charakteristische Eindrücke, die das Fliegen so einzigartig machen.

 

 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Menschen im Verein – etwa den „Jungadlern“, jungen Piloten, die Eindrücke aus ihrer Ausbildung teilten, von Prüfungen berichteten oder ihre Fortschritte zeigten. Statt polierter Hochglanzinszenierungen setzten die Beiträge auf echte Emotionen: Vorfreude, Nervosität, Stolz.

Authentische Content-Produktion

Die technische Umsetzung war bewusst simpel gehalten. Viele Videos entstanden mit dem Smartphone, ergänzt durch Aufnahmen mit einer 360-Grad-Kamera, um besondere Perspektiven einzufangen. Interviews, Lachen, Windgeräusche – all das blieb im Material enthalten, um die Authentizität zu bewahren.

Neben Einzelvideos nutzten wir Karussell-Formate, um kleine Geschichten in mehreren Bildern oder Clips zu erzählen. Gute ältere Beiträge wurden überarbeitet und erneut veröffentlicht. Reels wurden automatisch auch auf Facebook geteilt. Die Veröffentlichung erfolgte regelmäßig – etwa zwei Beiträge pro Woche – was zur Stabilität und Reichweitensteigerung beitrug.

 

Ergebnisse nach drei Monaten

Die Entwicklung der Zahlen spricht für sich:

  • Instagram-Community: Wachstum von etwa 400 auf rund 1.700 Follower

  • Facebook-Community: von knapp 1.000 auf rund 3.900 Personen

  • Ein Reel erzielte über 1 Million Aufrufe, weitere sechs Videos überschritten jeweils 100 000 Views

  • Der erfolgreichste Monat brachte auf Instagram rund 600 000 Views und auf Facebook sogar knapp 1,9 Millionen Aufrufe

Diese Ergebnisse zeigen, wie wirkungsvoll eine konsequente, organische Social-Media-Strategie sein kann – selbst ohne Paid-Advertising.

Erfolgsfaktoren

Regelmäßigkeit

Konsistentes Posten schlägt sporadische Aktivität.

Emotion

Inhalte, die echte Gefühle transportieren, erzeugen Bindung.

Interaktion

Direkter Austausch mit der Community schafft Nähe.

Fazit

Auch ohne große Budgets lässt sich mit einer durchdachten Social-Media-Betreuung und kreativer Content-Produktion eine bemerkenswerte Reichweite aufbauen. Entscheidend ist, eine klare Strategie zu verfolgen und authentische Geschichten zu erzählen, die Menschen berühren, inspirieren und schließlich aktivieren.